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Porto: Ein Wochenende in der schönsten Stadt

Porto ist wunderschön, das kann man einfach nicht oft genug sagen. Ich finde, ich habe riesiges Glück, ständig dort sein zu können, durch die Gassen zu wandern und über das Meer von Dächern bis zum richtigen Meer zu schauen. Es funkelt und leuchtet, ich liebe es. An diesem Wochenende leuchtet alles noch mehr, denn so ist das im Leben, wenn man die richtigen Menschen um sich hat. Wenn man abends durch die Straßen streunt, einen Plastikbecher Bier in der Hand, sich durch die Menschenmassen auf den Straßen schlängelt, fremde Leute anquatscht, vor Bars und Kneipen sitzt, über den Sinn des Lebens philosophiert und bis frühmorgens um die Häuser zieht. Und dann läuft man kilometerweit und stundenlang bis zum Meer, um dann lauthals zu lachen, wenn wieder jemandem schmerzhaft bewusst wird, dass der Atlantik vor allem eines ist: verdammt kalt. Nachts dann ein Spaziergang zur anderen Seite des Flusses, nach Vila Nova de Gaia. Man hat die schönste Sicht auf Porto, im Douro spiegeln sich die Lichter der Stadt. Es ist ruhiger, aber nicht menschenleer. Es ist …

Brief an das Verlorene

Liebe verlorene Sachen, Manchmal, wenn ich meine Sachen packe, vergesse ich was. Eigentlich immer. In Kuba hatte ich keine Socken dabei, in Porto keine Sonnencreme, auf Madeira keinen Bikini und in Kanada keine Speicherkarten. Ich weiß nicht genau, wann packen so kompliziert geworden ist. Zur Klassenfahrt nach Berlin oder in die Jugendherberge war das einfacher. Alle Lieblingsklamotten in den Koffer, der Rest regelt sich schon. Mittlerweile muss jede Menge Technik mit. Und natürlich immer noch Klamotten, allerdings weniger als früher. Ich habe Beutel, die fertig gepackt in einem Koffer auf dem Schrank liegen, die werden schon gar nicht mehr ausgepackt. Bin quasi immer bereit zum Abflug und das ist auch gut so, denn meistens packe ich erst nachts auf den letzten Drücker. Ihr seht, es ist immer ein bisschen stressig. Und ich bin dann stolz, wenn ich Unterwäsche, Schminke, Socken und Bikinis dabei habe.  Umso härter trifft es mich, wenn meine Sachen auf Reisen verschwinden. Meistens lasse ich sie irgendwo liegen und es ist meine Schuld. Aber manchmal auch nicht.     Liebe Regenjacke, die eines Tages …

Sri Lanka: Was vom Paradies noch übrig ist

Es ist oft so, dass man denkt, ein Land sei wunderschön, und meistens ist es das auch, aber wenn Menschen in der Gleichung auftauchen, dann wird aus wunderschön auch schnell mal furchtbar. So ist das in Sri Lanka auch. Da sind Menschen, die ihren Müll achtlos dort hinschmeißen, wo sie gerade gehen und stehen; Menschen, die statt Toiletten lieber den Strand aufsuchen; Menschen, die Elefanten in Ketten legen, und die Menschen, die sich dann von den in Ketten gelegten Elefanten durch die Gegend tragen lassen. Aber da sind natürlich auch noch andere Menschen: Die alte Frau, die mit Muscheln nach denen wirft, die sich am Strand nicht benehmen können. Der Restaurantbesitzer, der seine Kunden mit riesigen Schildern darauf hinweist, dass Straßenhunde willkommen sind –und wem das nicht passt, der solle bitte woanders essen. Die Frau, die Touristen um Spenden bittet, damit sie Reis und Hundefutter kaufen kann, um Straßenhunde zu füttern. Und da ist Sampath, der eine Woche lang jeden Tag mit mir zum Strand läuft, Geschichten erzählt und mir das Gefühl gibt, dass wir uns schon …