Spanien
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Lanzarote: Ein bisschen Sommer im Winter

Lanzarote ist vor allem deswegen schön, weil es eigentlich immer warm ist. Kälter als 17 Grad wird es nur selten und trotzdem ist Lanzarote grün. Nicht überall, aber wenn, dann richtig. Da, wo es nicht so grün ist, sieht es dann aus wie auf dem Mond. Dunkles Geröll und Vulkangestein vor strahlend blauem Himmel bilden die schönsten Formen und leuchten in allen möglichen Braun- und Schwarztönen. Man kann sich fast nicht satt sehen an den Wellen und Bildern, die die Natur in den Stein gemalt hat.  Und dann ist da noch das Meer, das immer ganz in der Nähe rauscht.

Normalerweise hätte schon irgendwer die ganze Insel mit hässlichen Hochhäusern bebaut. Aber Lanzarote lässt das nicht mit sich machen, hat sich von César Manrique noch rechtzeitig retten lassen. Auf ihn gehen Gesetze zurück, laut denen Türen und Fensterläden braun, blau oder grün gestrichen werden müssen und Gebäude nicht mehr als zwei Stockwerke hoch sein dürfen. Es gibt sie, die Hochhäuser. Aber nur in Arrecife. Leuchtreklame ist ebenfalls verboten, aber das macht überhaupt nichts, man vermisst sie gar nicht.

Und weil César Manrique für so tolle Gesetze gesorgt hat, finden sich viele Künstler auf Lanzarote, die die Insel verschönern. Da gibt es riesige Windspiele und Kamele, Kunst zum Anfassen und Betreten. Die Jameos del Agua sind eine Kombination aus natürlichen und von Menschen geschaffenen Kunstwerken in einem der größten Lavatunnel der Welt. Höhlen mit skurrilen Dekorationen aus Glas, in denen sich das wenige Licht bricht und mysteriöse Schatten auf die Wände wirft. Vulkantunnel, in denen winzige Albino Krebse leben, die aussehen wie vom Himmel gefallene Sterne.

Die Cueva de los Verdes sind Teil des gleichen Lavatunnels und können in einem ca. 40 minütigen Rundgang besichtigt werden. Mit indirektem Licht und Musik erscheinen die Tunnel fast magisch.

Die schönsten Aussichtspunkte auf Lanzarote

La Graciosa (dt: Die Anmutige) ist eine kleine Insel, die nur einen Kilometer vor der Küste Lanzarotes liegt. Sie ist die kleinste bewohnte Insel der Kanaren und wird von einer Gemeinde auf Lanzarote verwaltet, aber die Bewohner setzen sich dafür ein, als achte bewohnte Insel anerkannt zu werden. Für die schöne Aussicht lohnt sich die Fahrt zum Mirador del Río gleich doppelt.

Wem das noch nicht genug Aussicht ist, der kann zum Charco Verde (oder auch: Charco de los Clicos) fahren. Da hat Lanzarote einfach mal einen knallgrünen See an die Küste von El Golfo gezaubert. Im Winter ist oben auf dem Hang der Weg abgesperrt. 

Im Nationalpark Timanfaya wird man im Bus durch die Lavalandschaft gefahren, vorbei an tiefen Kratern, steilen Abhängen und geschmolzener Lava.

…und dann gibt es noch den Jardin del Cactus. Da kann man flauschige Kakteen streicheln und sich die Finger blutig piksen.

 

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